"Einmal moecht ich gern am Sender stehn`..."

So lautet der Titel eines Filmes über die Arbeiterradiobewegung Deutschlands in den 20iger Jahren. Wir stehen jetzt knapp davor.

Die Technik ist ein Hund. Vor allem die Sendetechnik. Weil das Anglerlatein ist ja nichts gegen die Vielfalt an sich (scheinbar) sich widersprechenden Aussagen zu diesem Thema. Besonders, ob man horizontal oder vertikal sendet. Egal, Sachlage ist die, daß ein Radio einen Sender braucht. Dieser setzt einen Sendemasten wie einen Sendestandort voraus. Letzterer muß ein besonders günstiger sein, nämlich besonders hoch und frei gelegen, damit den Radiowellen nichts im Wege steht. Vom Standort und der Leistung des Senders hängt die technische Reichweite, also wieviele Leute potentiell erreichbar sind, ab.

Radio FRO hat per Bescheid eine Frequenz zugesprochen bekommen, 105,0 MHz mit 100 Watt, koordiniert für den Freinberg. Bislang war die Frequenzplanung auf die Bedürfnisse des ORF orientiert. Deshalb sind alle vergebenen Frequenzen für ORF - Standorte koordiniert. Welle 1 etwa hat eine Frequenz für den Lichtenberg mit 10 KWatt zugesprochen bekommen und kann so als Stadtradio bis nach Kirchdorf senden.

Wer weiß den günstigsten Standort?

Von den Sendestandorten in der Stadt gibt es vier Plätze, die besonders günstig erscheinen. Am günstigsten ist der Lichtenberg, da er am höchsten ist mit freier Sicht rundherum. Relativ gleich sind dann Freinberg, Pöstlingberg (zB Pöstlingbergkirche) und Pfenningberg. Am naheliegendsten und technisch sinnvollsten wären die ORF-Masten, allein die Mieten für die Nutzung der Sendeanlagen des ORF sind derart hoch, daß nach spätestens zwei Jahren die Investitionen für eine eigene Sendeanlage herinnen sind.

Also gilt es, einen eigenen Sendestandort, eigene Sendeanlagen, … zu organisieren. Masten gäbe es ja einige, Sendeanlagen der Verkehrsbetriebe, Post, Amateurfunker, Rettung, Polizei, Feuerwehr (…) und jetzt auch die Masten der GSM-Netz-Betreiber. Berücksichtigt werden muß dabei, ob die Statik des Mastens eine weitere Antenne verträgt. Bei einer gerichteten Antenne - im Gegensatz etwa zu einem Rundstrahler - kann da schon eine Sturmlast von ein bis zwei Tonnen drauf liegen. Dann dürfen sich die verschiedenen Sender nicht stören. Wenn sie nicht im gleichen Frequenzbereich arbeiten, ist das kein Problem, die Ausgangsleistungen sind dabei auch sehr unterschiedlich, manche arbeiten im Milliwattbereich.

Weiteres Thema ist die Zubringung des Signals vom Sendestudio zum Sender. Hier bieten sich Audiostandleitungen der Post oder Richtfunkstrecken an.

Zur Eröffnung werden wir jedenfalls für alle Technikfreaks eine Senderbegehung machen.