Wie kann der Sender finanziert werden?
Freiwillige Hoerergebuehren sollen die Unabhaengigkeit des Senders sichern


"2 Bier im Monat fuer die Meinungsfreiheit"

Im Eigeneinnahmenbereich laeuft jetzt im Sommer die Bewerbung der "Freiwilligen Hoerergebuehr", der FRO-Karte, an. Dabei handelt es sich um ein Konzept in Anlehnung an die "listener sponsered radios" in den USA oder an andere Freie Radios im deutschsprachigen Raum, die zu einem Gutteil von ihren Hoerern finanziert werden. Radio Dryeckland in Freiburg oder Radio Lora in Zuerich haben jeweils ca. 4.000 Mitglieder, die durchschnittlich 800-ATS jaehrlich zur Existenz und Unabhaengigkeit des Senders beitragen.

Bei Radio FRO sind mittelfristig 1.000 Mitglieder angepeilt, die zur Unabhaengigkeit des Senders beitragen sollen. Aus eigener Kraft - durch die Gesellschafter (Verein FRO, Stadtwerkstatt, Theater Phoenix, Kulturzentrum Hof, KAPU, KUPF, Guschlbauer, Ixthuluh, Prellinger), die jaehrlich ihren Anteil zum Betrieb beisteuern - und durch Partnerschaften mit den Bildungs- und Kultureinrichtungen der Stadt soll so die Haelfte des Etats aufgebracht werden. Vorgespraeche gab es da etwa mit dem Landesmuseum, OK, LIVA, VHS, Medienreferat der Dioezese Linz, Kulturinstitut der Kepleruni ua.


Freies Radio wird als Dienst an der Oeffentlichkeit von der oeffentlichen Hand unterstuetzt

Nach einem halben Jahr Verhandlungen wurde folgendes erreicht: Nachdem der Gesetzgeber weder Freies Radio an sich, noch deren Finanzierung im Regionalradiogesetz regelte, hat sich als erstes der Gemeinderat der Stadt Linz, sowie Bgm. Dr. Dobusch und Kulturstadtrat Dr. Dyk bereit erklaert, 550.000 ATS zur Finanzierung beizusteuern.

Auf Bundesebene hat der Verfassungsdienst des Bundeskanzleramtes die fehlende Definierung von Freiem Radio vorgenommen und dabei festgehalten, dass zwischen Freien Radios und kommerziellen Radios kein wirtschaftlicher sondern nur ein publizistischer Wettbewerb besteht.
Weiters liegt auf Bundesebene eine muendliche Zusage von Staatssekretaer Dr. Wittmann ueber eine Million ATS vor. Die Verhandlungen sind aber noch nicht abgeschlossen, offen war bislang der Foerdertitel. Wie die Kulturabteilung beim Land will auch der Bund nicht das Radio an sich bzw. den offenen Zugang foerdern, sondern nur spezielle Kulturprogramme. Nach Nachreichungen unserer Antraege beim Bund und beim Land Oberoesterreich sollte es zumindest beim Bund noch vor dem Sommer zu einer schriftlichen Zusage kommen.